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Donnerstag, 31. Januar 2008 zusammen mit der Società Dante Alighieri Prof. Dr. Volker Reinhardt (Uni Fribourg) Ferrara, Mantua, Urbino – drei Höfe der italienischen Renaissance: Kunstpatronage und Prestigebildung Was macht eigentlich das Wesen der Renaissance in Italien aus? Ist sie eine eigenständige, abgrenzbare Epoche? Der Vortrag versucht auf diese (in der Forschung umstrittene) Frage eine eigene Antwort zu geben: Umstürzend neu ist in der Zeit zwischen etwa 1430 und 1560 zweierlei: die Entwicklung des Hofes und die Kunst der Propaganda. Innovativ, ja hochgradig kreativ stellt sich die Entwicklung des Hofs vor allem in Mantua, Ferrara und Urbino dar. Hier wird eine Bühne des Herrschers, seiner Familie und einer immer sorgfältiger ausgewählten höfischen Elite geschaffen, auf der permanente Schauspiele der Exklusivität, der Vornehmheit und damit der Machtrechtfertigung stattfinden. So ähnlich diese Darbietungen auch sind, so unterschiedlich zeigen sich im Einzelnen die hier zelebrierte Verherrlichung und das aus ihr gewonnene Prestige. Die Renaissance in Italien entspricht damit dem ersten europäischen Medienzeitalter.
Prof. Dr. Volker Reinhardt ist seit 1992 Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg und hat wiederholt über Themen der italienischen Sozial- und Kulturgeschichte publiziert. So zum Beispiel: Geschichte Italiens. Von der Spätantike bis zur Gegenwart (Beck Verlag 2003); Kardinäle, Künstler, Kurtisanen. Wahre Geschichten aus dem päpstlichen Rom (zusammen mit Arne Karsten; Primus Verlag 2004); Francesco Guicciardini (1483–1540). Die Entdeckung des Widerspruchs (Wallstein/Stämpfli Verlag 2004); Der unheimliche Papst. Alexander VI. Borgia 1431–1503 (Beck Verlag 2005); Francesco Vettori (1474–1539). Das Spiel der Macht (Wallstein/Stämpfli Verlag 2007). |
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