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Freitag, 16. November 2007
19.30 Uhr, Museum Lindengut
 

Dr. Roberto Bernhard (Winterthur)

Ziel: Zivilbevölkerung. Beweggründe der alliierten Flächenbombardierungen 1942–1945
 

Im Zweiten Weltkrieg mussten sich die grossen westlichen Demokratien einem Existenzkampf gegen einen unmenschlichen Gegner stellen; gleichzeitig repräsentierten sie in diesem Kampf die Werte der abendländischen Zivilisation. Bei ihrer Gegenoffensive setzten sie jedoch ihre Luftstreitkräfte gezielt gegen die Zivilbevölkerung ein. Die Kollision dieser Strategie mit den von den Alliierten hochgehaltenen Werten stellte und stellt noch heute Fragen, vor allem nach den Ursachen, der Begründung und den Auswirkungen. Diese Fragen stehen im Zentrum des Vortrags, der auf der Grundlage angelsächsischer Darstellungen – insbesondere aus dem Bereich der Ursachen- und Motivforschung – kein moralisches Urteil fällen, sondern ein psychologisches Zustandsbild jener Jahre zeigen will.

 

Dr. Dr. h. c. Roberto Bernhard ist 1929 in Winterthur geboren, arbeitete nach einem Rechtsstudium als NZZ-Korrespondent am Bundesgericht in Lausanne und war Dienstchef Nachrichten des Winterthurer Zivilschutzes. Er hat verschiedene Aufsätze und Bücher zur Schweizergeschichte verfasst, so "Das Reduit. Mythen und Fakten" und "Jugendzeit im 'Wartegau'. Wie ein Schweizer Jugendlicher die Zeit des II. Weltkrieges erlebt hat".

 

Bremen, 11. Mai 1945


 

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