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Mittwoch, 23. Mai 2007
Sacha Liniger (Winterthur) Fremdarbeiterunterkünfte: Das Engagement der
Firmen Sulzer und Rieter Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte in der Schweiz ein Wirtschaftsaufschwung ein, der nach immer mehr ausländischen Arbeitskräften verlangte. Die Fremdarbeiter verfügten zunächst nur über zeitlich befristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen, was sich massgebend auf ihre Wohnsituation auswirkte: Die Firmen stellten in der Regel nur provisorische, kostengünstige Massenunterkünfte zur Verfügung, so z.B. Baracken oder Abbruchhäuser. Die Winterthurer Firmen Rieter und Sulzer nahmen
gegenüber ihren Fremdarbeitern von Anfang an eine besondere
Verantwortung wahr und setzten sich für eine nachhaltige Verbesserung
der oft dürftigen Wohnsituation ein. Fotografien aus den jeweiligen
Firmenarchiven geben uns noch heute einen eindrücklichen Einblick in die
damalige Welt der Fremdarbeiterunterkünfte. Bleibt die Frage, wie die in
Winterthur verbliebenen Immobilien heute genutzt werden. Längst nicht
alle Gebäude wurden abgerissen, nachdem die Fremdarbeiter in ihre
Heimatländer zurückgekehrt waren... Sacha Liniger hat vor kurzem an der Zürcher Hochschule für Gestaltung und Kunst den Studiengang «Lehrberufe für Gestaltung und Kunst» mit einer Arbeit über Fremdarbeiterunterkünfte in Winterthur abgeschlossen und ist jetzt als Werklehrer tätig. |
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