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Donnerstag, 26. April 2007
19.30 Uhr, Museum Lindengut
 

Daniel Schmid (Räterschen)
 

Heinrich Bosshard – der «arme Mann von Rümikon».
Die Lebensgeschichte eines Kleinbauern in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts
 

Heinrich Bosshard (1748–1815), ein Kleinbauer aus Rümikon bei Winterthur, ist der einzige Zürcher Bauer aus dem 18. Jahrhundert, von dem eine Lebensgeschichte in Druck erschien. Sein Leben war sicherlich aussergewöhnlich, zumal für einen einfachen Bauern: Er las die aktuelle religiöse und philosophische Literatur seiner Zeit. Er war ein angesehener Reformbauer, der sogar ins Fürstentum Dessau geschickt wurde, um den Fürsten bei der Verbesserung der Landwirtschaft zu unterstützen. Er war zumindest zeitweise überdies ein einflussreicher Erbauungsprediger im Raum Winterthur. Und er hatte persönlichen Kontakt zu vielen bedeutenden Menschen jener Zeit wie Johann Kaspar Lavater, Johann Wolfgang Goethe, Johann Friedrich Oberlin, Johann Georg Schlosser, Johann Georg Müller oder Johann Caspar Hess, dem Vorsteher der Zürcher Kirche.

Aber auch aus historischer Perspektive ist die Autobiographie ein Glücksfall, ermöglicht sie doch, alle wichtigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus dem Blickwinkel Heinrich Bosshards mitverfolgen zu können.
 

Daniel Schmid studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Allgemeines Staatsrecht an der Universität Zürich. 2005 gab er im Auftrag der Gemeinde Räterschen die Neuauflage von Heinrich Bosshards Lebensgeschichte heraus.

 


 

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