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Freitag, 24. November 2006
Jörg Schibler (Universität Basel) Umwelt- und Wirtschaftsprobleme vor 6000 Jahren. Die so genannten «Pfahlbauten» (besser
Seeufersiedlungen) an den Mittelland-Seen der Schweiz reichen zeitlich
bis ca. 4300 vor Christus zurück und bieten mit ihren speziellen
Erhaltungsbedingungen eine ideale Ausgangslage, um eine detaillierte
Umweltgeschichte für diesen Zeitraum zu schreiben. Unter dem
Grundwasserspiegel, in ständig feuchtem Milieu, haben sich Tier- und
Pflanzenreste über mehr als 6000 Jahre hervorragend erhalten. Durch
diese Funde können sowohl die Wirtschaftsweise der ersten
Bauerngemeinschaften als auch die damaligen Umweltverhältnisse
rekonstruiert werden. Die archäobiologischen Untersuchungen erlauben
zudem ein Aufzeigen der ersten menschlichen Eingriffe in den damaligen
Naturraum. Diese Ergebnisse sind nicht zuletzt auch für das Verständnis
der Entwicklung unserer heutigen Kulturlandschaft von grundsätzlicher
Bedeutung. Prof. Dr. Jörg Schibler leitet das Institut für prähistorische und naturwissenschaftliche Archäologie (IPNA) an der Universität Basel und beschäftigt sich schwergewichtig mit der Geschichte der Ernährungswirtschaft und der Fauna sowie mit der Untersuchung von Knochen und Geweihen. |
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