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Samstag, 13. Mai 2006, 14.30 Uhr
Flurina Pescatore und Peter Niederhäuser (Winterthur) Führung durch St. Peter und Paul in Winterthur
Die katholische Kirche St. Peter und Paul bildet den architektonischen Mittelpunkt des Neuwiesenquartiers, das im Zuge des industriellen Aufschwungs Winterthurs als neues Stadtquartier ab 1862 entstand. Die von Stadtbaumeister Karl Wilhelm Bareiss (1819–1885) entworfene Kirche ist die erste katholische Kirche, die nach der Reformation im Kanton Zürich neu erbaut wurde. Mutterkirche der katholischen Kirchgemeinde, schlägt St. Peter und Paul als neugotischer Sakralbau eine Brücke zur vorreformatorisch-mittelalterlichen Architektur. Im Innern vereinigen sich Architektur, Dekorationsmalerei und stilechte Ausstattung zu einem feierlichen neugotischen Stimmungsraum. Obwohl 1868 die Bauarbeiten abgeschlossen wurden, sollte es bis zur Weihe von 1897 dauern, ehe auch das reiche Innere – vor allem dank des Einsatzes des damaligen Pfarrers Pfister – fertig gestellt werden konnte. Gleichermassen kunst- wie kulturgeschichtliches Zeugnis des frühen Diaspora-Katholizismus, verfügt St. Peter und Paul neben der eindrücklichen Ausstattung über Gerätschaften, die zum Teil aus dem Kloster Rheinau stammen und bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen.
Flurina Pescatore und Peter Niederhäuser sind die Autoren des vor kurzem erschienenen Kunstführers zu St. Peter und Paul. |
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