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Donnerstag, 23. Februar 2006, 19.30 Uhr
Museum Lindengut, Römerstrasse 8, Winterthur
 

Hans Fässler (St. Gallen)
 

Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Beziehungen zur transatlantischen Sklaverei

 

Was hat ein Fast-Viertausender auf der Kantonsgrenze zwischen Bern und Wallis mit der Sklaverei zu tun? Was das stattliche Haus am berühmten Dorfplatz im appenzellischen Trogen? Oder die Avenue Auguste Forel im waadtländischen Morges? Die Baumwollfabrik im Zürcher Oberland?

Schweizer Spuren in Sachen Sklaverei führten den St. Galler Hans Fässler bis auf die Insel Gorée vor Dakar, den großen Umschlagplatz für Sklavinnen und Sklaven in Westafrika, und nach Port-au-Prince auf Haiti, einen der Orte, an denen die «Ware» Mensch verbraucht wurde. Mit erschütternden Einsichten kehrte er in die Schweiz zurück.

Mit seinem Buch nimmt Hans Fässler Leserinnen und Leser mit auf eine Reise, deren Stationen allesamt eine Adresse und eine Postleitzahl haben: Neunzehn Ortstermine zwischen Boden- und Genfersee kreisen die Beziehungen von Schweizer Kaufleuten, Offizieren, Auswanderern, Bankiers, Familienunternehmen, Reisenden und Philosophen zu jener Institution ein, die erst 2001 zum Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärt wurde.

«Reise in Schwarz-Weiss» beleuchtet einen Aspekt der Schweizer Geschichte, der auch kritischeren Zeitgenossen bisher weitgehend unbekannt war. Zusammen mit einem Buch über die Burckhardts in Basel und einer Westschweizer Studie über die Schweiz und die Sklaverei könnte es eine historische Debatte über die Fragen von Schuld und Wiedergutmachung eröffnen.

 

Hans Fässler ist Kabarettist («Louverture stirbt 1803»), Politiker (Kantonsrat 1984–1994) Lehrer (Kantonsschule AR), Historiker und Autor des Buches «Reise in Schwarz-Weiss»

 


 


 

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