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Donnerstag, 3. November 2005, 19.30 Uhr, Museum
Lindengut, Römerstrasse 8, Winterthur
Werner Wild, Kantonsarchäologie Zürich Viel Baulärm und eine verbrannte Katze – Archäologische Neuigkeiten von der Kyburg und Mörsburg
Die Kyburg und die Mörsburg sind als «Hausburgen Winterthurs» beliebte Ausflugsziele. Erstaunlicherweise wusste man jedoch bis vor kurzer Zeit wenig über die Anfänge beider Burgen, ehe Untersuchungen der Kantonsarchäologie Zürich im vergangenen Jahrzehnt zu spannenden neuen Erkenntnissen führten. So entdeckte man auf der Kyburg Spuren keltischer Besiedlung. Die ältesten bekannten Baureste reichen bei beiden Burgen nicht weiter als ins 12. Jahrhundert zurück; auf der Kyburg entstand bis um 1250 eine beachtliche Zahl von sechs Steinbauten, darunter der Bergfried und die Kapelle. Seit spätestens 1241 bis ins Jahr 1264 gehörten beide Burgen den Grafen von Kyburg. Hier wickelten die Grafen in Anwesenheit zahlreicher Zeugen Rechtsgeschäfte ab und entfalteten eine umfangreiche Bautätigkeit, die zeitweise den akustischen Burgalltag prägte. Zur Versorgung der BurgbewohnerInnen und Gäste dienten geräumige Vorburgen. Deren Überbauung ist erst in wenigen Ansätzen erforscht. Im vergangenen September kam ein spätmittelalterlicher Keller auf der Kyburg zum Vorschein. Auf der Mörsburg brannte um 1300 ein mit Wintervorräten gefüllter Speicherbau nieder. Einer Katze gelang die Flucht nicht mehr...
Werner Wild, Basel, ist wissenschaftlicher Projektleiter der Kantonsarchäologie Zürich. Er leitete verschiedene Untersuchungen im Raum Winterthur, u. a. auf der Kyburg und der Mörsburg. |
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