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Samstag, 28. Mai 2005
Christian Sieber, Tschudi-Edition Zwischen Glarner- und Sarganserland –
Der bekannte Glarner Humanist und Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi (1505 –1572) wurde vor genau 500 Jahren geboren, was Anlass zu verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen gibt. Wir benützen die ideale Gelegenheit, auf den Spuren dieser schillernden Persönlichkeit eine wenig bekannte Region und Epoche genauer kennenzulernen. Tschudi war einer der bedeutendsten Gelehrten der deutschsprachigen Schweiz des 16. Jahrhunderts, der eine grosse Schweizergeschichte schrieb, Archive erforschte, römische Inschriften studierte und Münzen wie Handschriften sammelte. Daneben durchwanderte er die Alpen, war in offizieller Mission Gesandter, wachte als Landvogt über das Wohl der Untertanen und verfocht im Zeitalter der Glaubensspaltung eine dezidiert katholische Politik. Kurz: Tschudi war ein Glarner Multitalent, an das bald eine Sonderausstellung im Freulerpalast in Näfels erinnern wird. Der Kurator dieser Sonderausstellung, der Historiker und Tschudi-Kenner Christian Sieber, wird uns nicht nur durch die Ausstellung führen und die Person Tschudis näher bringen, sondern uns auch mit den Orten von Tschudis Wirken vertraut machen. So zum Beispiel mit dem Schloss Sargans, in dessen Saal noch heute – als Teil eines Wappenfrieses – das Wappen des Glarner Aristokraten zu sehen ist, der hier zwischen 1530 und 1532 als Landvogt residierte; vor allem aber mit Flums, wo die auch als Ruine eindrückliche Burg Gräpplang und die Dorfkirche mit dem Familiengrab und den Grabkreuzen sowie der Witwensitz an die ehemaligen glarnerischen Herren erinnert, gehörte doch die Burgherrschaft von 1528 bis 1767 der Familie Tschudi.
Programm:
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