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2. Oktober 2004 bis 3. April 2005

Tabula Rasa – Holzgegenstände aus den römischen Siedlungen Vitudurum und Tasgetium

 

Die Ausstellung «Tabula Rasa» ist in einer Koproduktion zwischen der Kantonsarchäologie Zürich und dem Amt für Archäologie des Kantons Thurgau entstanden. Im Mittelpunkt stehen seltene und empfindliche Gegenstände aus Holz aus der römischen Antike.

Holz ist im Gegensatz zu Keramik oder Eisen bekanntlich vergänglich; an einigen Orten im feuchten Boden unter Luftabschluss blieb es aber sehr gut erhalten. In der Schweiz sind vor allem die Siedlungen Vitudurum (Oberwinterthur) und Tasgetium (Eschenz) wichtige Fundorte für hölzerne Gegenstände der römischen Antike. In den letzten Jahren fanden in den beiden Siedlungen grossflächige Untersuchungen statt, die aussergewöhnliches Material zutage förderten.

Neben Schreibtäfelchen, die als «tabula rasa» – geglättetes Schreibtäfelchen – der Ausstellung den Titel geben, sind Alltagsgegenstände wie Möbelteile, Schuhsohlen, Kämme oder Körbe zu sehen. Sie erzählen vom römischen Alltag in Vitudurum und Tasgetium. Hervorragend erhaltene Fässer mit ihren Beschriftungen zeigen Handelsbeziehungen und überregionale Transportwege auf; eine Holzstatue aus Tasgetium verweist auf religiöse Riten, die keltische Traditionen vermuten lassen.

Die Aussagekraft der Holzobjekte wird mit Hinweisen aus schriftlichen Quellen und bildlichen Darstellungen ergänzt und stellen die beiden Siedlungen in einen grösseren geographischen Rahmen. Ökologische Probleme der Antike durch Übernutzung der Wälder und Raubbau an einzelnen Holzarten werden in der Ausstellung ebenso aufgegriffen wie das Themenfeld rund ums Holz als Werkstoff. Die Holzbearbeitungstechniken haben sich in manchen Fällen bis in die Moderne kaum verändert.

 

Römische Holzkämme


 

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