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7. Juli bis 30. September 2009 Kein Dampf ohne Kohle Die Nationalbahn verpasst den Anschluss
Die Rendite fürs Volk: Darauf hofften in den 1870er Jahren die Initianten der Nationalbahn, einer öffentlich finanzierten Bahnlinie vom Boden- bis zum Genfersee. Die «Volksbahn» wollte nichts weniger als die Privatbahnen verdrängen. Diese hatten seit der Eröffnung der Spanisch-Brötli-Bahn 1847 das Schweizer Eisenbahnnetz allmählich ausgebaut und lieferten sich einen harten Konkurrenzkampf. In der Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung stellten Städte und Gemeinden – allen voran Winterthur – beträchtliche Mittel für den Bau der Strecke zur Verfügung. Aus der Vision wurde ein Debakel: Nicht einmal die Hälfte der Strecke wurde gebaut: Ab 1877 fuhren die Züge endlich vom Bodensee bis nach Zofingen – für ein halbes Jahr. Wilde Konkurrenz, Eisenbahnkrise und Fehleinschätzungen trieben die Nationalbahn in den Ruin. Die Gebergemeinden standen vor einem riesigen Schuldenberg, der ihre Haushalte über Jahrzehnte belastete. Parallel zum Freilichtspiel «Das dritte Gleis», das die Nationalbahn diesen Sommer im Bahnhof Töss auf die Bühne bringt, zeichnet die Ausstellung im Museum Lindengut die kurze Geschichte über Visionäre, Heisssporne und den Schienenweg zum ersten grossen Grounding der Schweizer Geschichte nach.
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Kein Dampf ohne Kohle
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