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3. Mai bis 19. Oktober 2008

Made in Winterthur

Achtnich Sawaco Eine Industrie- und Familiengeschichte

 

Wer von der Industriestadt Winterthur spricht, denkt in erster Linie an Motoren, Lokomotiven oder Textilfabriken. Weniger bekannt sind hingegen viele kleinere Betriebe aus der Bekleidungs- und Lebensmittelbranche. Einer dieser Betriebe war die Strickerei Achtnich, die zuerst als «Häggli» im Neuwiesenquartier, später dann als «Sawaco» in der Grüze hochwertige Unterwäsche, vorübergehend auch Strümpfe, Bade- und Oberkleider sowie Plüschpullover produzierte. Unter dem Begriff «swiss ribbed underwear» fanden diese Strickwaren den Weg bis nach England und Amerika.


Gegründet wurde die Fabrik 1885/86 von Walter Achtnich-Glitsch, der aus Sachsen stammte. Drei Generationen lang blieb der Betrieb ein Familienunternehmen und beschäftigte in der Blütezeit mehrere Hundert Personen. In den 1980er-Jahren zog sich die Familie jedoch aus dem Geschäft zurück; 1990 wurde die Strickerei dann stillgelegt.
Praktisch ein ganzes Jahrhundert lang Familienbetrieb, ist die Geschichte der Firma Teil der industriellen Vergangenheit Winterthurs und der Schweiz.


Die Ausstellung zeigt deshalb nicht nur das Schicksal eines heut weit gehend vergessenen Textilunternehmens, sondern auch die hinter diesem Betrieb stehende Familie. Diese verbindet deutsche mit russischen Wurzeln, Geschäftssinn mit karitativem Handeln, pietistisches Gedankengut mit dem Interesse an der eigenen Herkunft. Gestrickte Unterwäsche und reich gestaltete Ahnentafel sind damit zwei Aspekte einer einzigen Geschichte, Fabrik- ist auch Familiengeschichte.

 

Das Buch zur Ausstellung:

Peter Niederhäuser

Unterwäsche aus Winterthur.
Die Industrie- und Familiengeschichte Sawaco Achtnich

2008. 80 S.
durchgehend illustriert,
broschiert CHF 19.80
ISBN 978-3-0340-0914-0

Erhältlich im Museum Lindengut und im Buchhandel

 

 

 

 

 

Made in Winterthur


 

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